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Das aktuellste Thema für uns Metalltechnik-Lehrer ist zur Zeit die Neuordnung der Metallberufe. Das Handwerk hat schon seit 2002 umgestellt, die Industrieberufe (Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker, Zerspanungsmechaniker) seit 2005. Das heißt, alle Ausbildungsberufe in Metallbereich werden nach Neuordnung ausgebildet.

Ein Auszug aus den Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf:

Industriemechaniker

Berufsbild

·         Planen und Organisieren von Arbeitsabläufen, kontrollieren und bewerten der Arbeitsergebnisse

·         Prüfen mechanischer und physikalischer Größen

·         Herstellen von Werkstücken und Bauelementen durch manuelle und maschinelle Fertigungsverfahren

·         Erstellen und Optimieren von Programmen sowie Bedienen numerisch gesteuerter Maschinen und Anlagen

·         Montieren und Demontieren von Maschinen, Geräten, Vorrichtungen und Anlagen

·         In Betrieb nehmen von Systemen und Anlagen einschließlich der Steuerungs- und Regeleinrichtungen und Einweisung der Kunden

·         Durchführen von Instandhaltungsarbeiten und Sicherstellen der Betriebsfähigkeit technischer Systeme

·         Erstellen technischer Dokumentationen

·         Anwenden von Normen und Richtlinien zur Sicherung der Prozess- und Produktqualität

Stundentafel

Übersicht über die Lernfelder für den Ausbildungsberuf Industriemechaniker/in

Lernfelder

Zeitrichtwerte

 

1. Jahr

2. Jahr

3.+4. Jahr

1

Fertigen von Bauelementen mit handgeführten Werkzeugen

80

 

 

2

Fertigen von Bauelementen mit Maschinen

80

 

 

3

Herstellen von einfachen Baugruppen

80

 

 

4

Warten technischer Systeme

80

 

 

5

Fertigen von Einzelteilen mit Werkzeugmaschinen

 

80

 

6

Installieren und in Betrieb nehmen steuerungstechnischer Systeme

 

60

 

7

Montieren von technischen Teilsystemen

 

40

 

8

Fertigen auf numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen

 

60

 

9

Instandsetzen von technischen Systemen

 

40

 

10

Herstellen und in Betrieb nehmen von technischen Systemen

 

 

80

11

Überwachen der Produkt- und Prozessqualität

 

 

60

12

Instandhalten von technischen Systemen

 

 

60

13

Sicherstellen der Betriebsfähigkeit automatisierter Systeme

 

 

80

14

Planen und Realisieren technischer Systeme

 

 

80

15

Optimieren von technischen Systemen

 

 

60

 

Summe:

320

280

420

 

Neuer Ausbildungsberuf: Industriemechaniker

Mit Beginn des Ausbildungsjahres 2005/06 erfolgt die Ausbildung in den industriellen Metallberufen nach der Neuordnung, damit wird auch der Industriemechaniker nach neuen Grundsätzen ausgebildet. Die betrieblich notwendigen Differenzierungen sind in mindestens einem der folgenden Einsatzgebiete anzuwenden und zu vertiefen:

  • Feingerätebau

  • Instandhaltung 

  • Maschinen und Anlagenbau

  • Produktionstechnik

Das Einsatzgebiet wird vom Ausbildungsbetrieb festgelegt.

In der Berufsschule erfolgt der Unterricht in Lernfeldern. Hierbei wird der zu vermittelnde Unterrichtsstoff am Beispiel von praxisbezogenen Projekten vermittelt. Ein handlungsorientierter Unterricht soll die Lernenden befähigen, die Lösung von Problemen selbständig zu planen, durchzuführen, zu überprüfen, ggf. zu korrigieren und auch zu bewerten. Vorhandene Erfahrungen sollen integriert werden. Der Unterricht wird in modern ausgestatten Laboren und Fachräumen durchgeführt.

Unterstützt wird der Lernprozess innerhalb der Lernfelder durch den fachübergreifenden Unterricht

  • Deutsch

  • WISO
  • Technisches Englisch
  • Sport

 

Bei guten bzw. sehr guten Englischkenntnissen besteht die Möglichkeit, eine EU-weit anerkannte Zertifizierungsprüfung zu absolvieren.

 

Prüfungen:

Die im Jahr 2004 eingestellten Auszubildenden werden nach der „gestreckten Abschlussprüfung“ geprüft.

 

Wann findet diese Prüfung statt?

Teil 1 der Abschlussprüfung findet nach 21 Monaten statt.

Teil 2 der Prüfung erfolgt am Ende der Ausbildung, also nach 3 ½ Jahren.

 

 

Welche Wertigkeit haben die Prüfungsteile?

 

 Abschlussprüfung

           Teil 1

     40 %

Komplexe Arbeitsaufgabe

insgesamt höchstens 10 Stunden

Arbeitsaufgabe

einschließlich begleitender situativer Gesprächsphasen*

*Gesprächsphasen insgesamt höchstens 10 Minuten

Schriftliche Aufgabenstellungen höchstens 120 Minuten

 

 

Abschlussprüfung

           Teil 2

     60 %

 4 Prüfungsbereiche

Arbeitsauftrag

Variante 1: Betrieblicher Auftrag

höchstens 21 Stunden

Fachgespräch von höchstens

30 Minuten

 

Auftrags- und Funktions- analyse

 

höchstens

120 Minuten

 

Fertigungs-technik

 

 

 

höchstens

120 Minuten

 

WISO

 

 

 

 

höchstens

60 Minuten

Arbeitsauftrag

Variante 2: Praktische Aufgabe

höchstens 18 Stunden, davon

7 Stunden Durchführungszeit

Fachgespräch von höchstens

20 Minuten

 








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